16.02.2026 von Mario Köhler - Vorsitzender
Tarifabschluss 2026 – mehr Licht als Schatten
Nach dem dritten Verhandlungstermin der soeben abgeschlossenen Tarifrunde konnte ein Ergebnis erzielt werden, welches für unsere Kolleginnen und Kollegen einen guten Kompromiss zwischen den Tarifparteien darstellt. Dieser sieht wie folgt aus:
Das Entgelt erhöht sich auf 5,8 %. Diese Entgelterhöhung verteilt sich auf drei Schritte. Im ersten Schritt erfolgt eine Erhöhung um 2,8% zum 01.04.2026, mindestens aber 100 Euro mehr, der zweite Schritt tritt am 01.03.2027 mit einer weiteren Erhöhung um 2,0% in Kraft, ehe der dritte Schritt mit einer nochmaligen Erhöhung um 1,0% zum 01.01.2028 wirksam wird. Ein weiteres wichtiges Ergebnis für unsere tarifbeschäftigten Kolleginnen und Kollegen sind erweiterte Regelungen zum Kündigungsschutz. Diese sind nämlich, wenn sie mehr als 15 Jahre im öffentlichen Dienst beschäftigt sind und das 40. Lebensjahr erreicht haben, ebenfalls unkündbar. Damit wurden sie mit dieser Regelung unseren verbeamteten Kolleginnen und Kollegen gleichgestellt. Eine Regelung, die im Übrigen in den westdeutschen Ländern schon viele Jahre gilt. Die Übertragung dieser auf die ostdeutschen Bundesländer ist im 36. Jahr der Wiedervereinigung ja wohl mehr als überfällig!
Wermutstropfen in den Ergebnissen ist die lange Laufzeit dieses Abschlusses von 27 Monaten bis zum 31.01.2028, unsererseits wurden 12 Monate gefordert, und die „Leermonate“ ohne Entgelterhöhung seit Auslaufen des letzten Tarifabschlusses.
Nun sind unsere Landtagsabgeordneten am Zug. Der BLV fordert, diesen Tarifabschluss zeit- und inhaltsgleich auf unsere verbeamteten Kolleginnen und Kollegen sowie unsere Versorgungsempfänger zu übertragen.